WER STECKT HINTER DEM SPRÜHLING?


Moin..
Ich bin Dawid, Jahrgang 1994, und seitdem ich einen Stift halten kann, habe ich ihn quasi nicht mehr aus der Hand gelegt. Ich male also schon mein gesamtes Leben – erst mit Stiften, dann mit Pinseln und mit 15 Jahren kam ich zum ersten Mal mit Graffiti in Berührung, und was soll ich sagen: Es war Liebe auf den ersten Blick.
Trotz guter Noten und rund drei Vierteln der bereits erreichten Credits entschied ich mich 2021, mein Architekturstudium an den Nagel zu hängen und mich mit meiner Kunst und Auftragsmalerei selbstständig zu machen. Der Zeitpunkt – mitten in der Corona-Pandemie – war denkbar ungünstig. Nach einem holprigen Start nahm das Business in den darauffolgenden Jahren jedoch deutlich an Fahrt auf, und ich realisierte Aufträge in Berlin, Frankfurt am Main, Dresden, Cottbus, Erfurt, Spremberg, Senftenberg sowie in Leipzig und Umgebung.


Ich hatte das große Glück, in Berlin, der „Graffiti-Hauptstadt Europas“, aufzuwachsen. Egal, wo man hinschaute – überall war diese urbane Kunst: auf Wänden, Türen, Zügen und sogar auf einigen Dächern der Stadt. Nach der Schule saß ich oft stundenlang am Computer, studierte die verschiedensten Styles aus aller Welt und entwickelte meinen eigenen auf unzähligen Skizzen. In den Ferien arbeitete ich meist, um mir die Dosen zu finanzieren.
Mit 18 tourte ich einen Monat lang durch Deutschland, Dänemark und Österreich und traf einige namenhafte Größen aus der Szene, um mit ihnen zu malen. In den Jahren darauf bekam ich die Möglichkeit, mehrfach nach Lateinamerika zu reisen und dort verschiedene Projekte umzusetzen. Ich malte unter anderem in den Favelas von São Paulo, auf den Straßen Uruguays sowie in Hostel- und Hotelanlagen in Costa Rica, Nicaragua und Panama.






Nebenbei arbeitete ich in meinem Atelier an Ölgemälden und experimentierte mit neuen Werkstoffen wie Graffiti-Farbresten und Epoxidharz. Daraus entstanden zunächst Skulpturen und später auch Schmuckstücke. Während meine Ölgemälde und Skulpturen teilweise ihren Weg in Ausstellungen der Kunsthalle Lausitz fanden, gründete ich 2023 für den Upcycling-Schmuck das Label BABUDAYA.


Seit November 2024 bin ich mit meinem Schmuck dauerhaft im Konzeptladen „WIEDERSCHÖN“ der Leipziger Stadtreinigung in den Höfen am Brühl vertreten.
Heute steht meine Selbstständigkeit auf drei Pfeilern: Freie Kunst, Schmuckdesign und Auftragsmalerei.
Da ich 2025 zum ersten Mal Vater geworden bin und in dieser Rolle voll aufgehe, beschränke ich die Auftragsmalerei aktuell auf den Leipziger Raum.


